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Das Haus wurde vor rund 50 Jahren als Teil einer Siedlung gebaut. Alle Häuser in der Umgebung haben rote Ziegelfassaden. An mehreren Gebäuden waren mittlerweile Witterungsschäden erkennbar. An Giebeln vor unbeheizten Dachräumen waren Fugen herausgefallen, Steinoberflächen waren durch Frost abgeplatzt und mehrere Fensterstürze mussten repariert werden, weil rostende Eisen in den Mauerwerksfugen sie nach unten drückten. Und an den auskragenden Balkonplatten gab es Durchfeuchtungen.
Wir haben die komplette Gebäudehülle gedämmt und die Verglasung der noch intakten Fenster gegen aktuelles Wärmeschutzglas getauscht. Eine Umgestaltung der Fassaden mit den oft üblichen Putzoberflächen kam nicht in Frage - dadurch wären die Wertigkeit des einzelnen Gebäudes und der Siedlungscharakter verloren gegangen. Die Entscheidung fiel dann für Flachverblender. Wir haben gemeinsam mit dem ausführenden Malerunternehmen verschiedene Materialmuster untersucht und letztlich eine rotbunte Mischung ausgewählt, bei der man nur aus der Nähe erkennen kann, dass es sich nicht um echte Ziegel handelt.
2007
Jesse Kersig
MFH / Mehrfamilienhaus, EnEV, KfW, Umgestaltung, Sanierung